Analyse - Beratung & Umsetzung von IT Projekten

Social Media braucht Zeit und ist richtig Arbeit

Social Media braucht Zeit, doch auch diese Zeit gilt es vernünftig zu nutzen oder ordentlich zu sortieren. Für alle diejenigen, die ein wenig Ordnung in das Social Media Chaos bringen möchten gibt es eine Checkliste die Ihre Online-Aktivitäten in eine sinnvolle Reihenfolge bringen kann.

Doch beachten Sie bitte, dass diese Liste sicher nicht alle Möglichkeiten abdeckt die Ihnen Googleplus, Facebook und Twitter bietet. Entwickelt wurde diese Liste von Darryl Villacorta, einem Social Media Manager der Firma Sprout Social. Darryl Villacorta ordnet seine Aktivitäten in vier Bereiche ein. Zu einer Kategorisierung der Aktionen nutzt er tägliche, wöchentliche, monatliche und quartalsmäßige Prioritäten, die mit verschiedenen Aufgaben einhergehen.

 

Tägliche Aktionen

 

Eingehende Social-Media Nachrichten kontrollieren:

Die sozialen Medien haben sich binnen kürzester Zeit zu einer der größten Plattformen zur Kundenbindung entwickelt. Interaktionen der Kunden mit einer Marke oder einem Produkt verhelfen Unternehmen zu einer Erhöhung ihrer Online Präsenz. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass es fatale Folgen haben kann, wenn Kommentare, Meinungen oder aufkommende Fragen unbeantwortet bleiben oder sogar ignoriert werden.

Konversationsrate erhöhen: Gerade namenhafte Firmen haben viele Fans oder Follower, die ihrerseits, die dahinter stehende Idee, einer Fanpage verbreiten. Daher ist oberstes Gebot, gerade mit diesen Fans eine starke Konversationsrate zu kreieren. Denn nichts hilft mehr als das, gerade in der heutigen Zeit, um an Bekanntschaft zu gewinnen und im Social Media Umfeld zu wachsen. Interagieren Sie gerade mit denen Ihnen positiv gestimmten Fans besonders oft. Denn so können Sie Zweifler zu Interessierten machen und neue Fans gewinnen.

Potenzielle Kunden herausfiltern: Zahlreiche Social Media Monitoring Tools ermöglichen es Ihnen die Stimmung innerhalb eines sozialen Netzwerkes zu analysieren. Gebrauchen Sie diese so, dass Ihnen bei bestimmten Schlüsselwörtern eines Nutzers, dieser angezeigt wird. Ist ein Nutzer erst einmal identifiziert, probieren Sie, über die erste Interaktion mit diesem, die Konversationsrate zu etablieren und später zu erhöhen. Oft gelingt es Ihnen auch durch Beobachtungen Ihrer direkten Konkurrenz.

Neue Technologien erschließen:

Die sozialen Netzwerke wachsen rasant. Neue Technologien und sogar ganze Plattformen kommen fast täglich neu auf den Markt. Natürlich ist das leichter geschrieben als umgesetzt, aber verlieren Sie hier nicht den Anschluss. Viele Blogs und Websiten berichten zeitnah über aufkommende Trends und neue Innovation im Bereich des Social Media Marketings. Sie können diesen Websites natürlich auch auf Twitter folgen und Ihren Newsfeed so einrichten, dass Sie eben keine Neuerungen mehr verpassen.

Postings & Kommentare automatisieren:

Wir alle wissen das soziale Netzwerke niemals schlafen. Ständig wird irgendetwas gepostet, kommentiert oder hochgeladen, was für Sie von Interesse sein könnte. Doch auch Sie müssen irgendwann mal schlafen. Das sollten Sie auch regelmäßig tun, denn schließlich ist nichts wichtiger als Ihre Gesundheit! Um dennoch aktiv zu bleiben, könnten Sie sich einen Social Media Terminplan anlegen. Innerhalb dieses Planers legen Sie fest wann und wie etwas gepostet werden soll. Hootsuite zum Beispiel, ist ein Tool mit dem Sie so etwas leicht und quasi „mühelos“ realisieren können.

Identifizieren Sie sich mit Ihren Produkten und Dienstleistungen: Aufkommende Konversationen können schneller bearbeitet werden, wenn Sie sich in dem vollen Umfang Ihres Portfolios auskennen. Somit gewährleisten Sie eine reibungslose Kommunikation und müssen nicht erst einen Umweg, über einen Verkäufer oder Techniker, gehen, sollte es sich um ein Problem handeln. Schnelle effiziente Antworten erhöhen die Kundenbindung und fördern die Akzeptanz eines Benutzers.

Überwachen Sie die Konkurrenz:

Schauen Sie sich ruhig einmal Ihre Mitbewerber an und analysieren deren Umgang mit Nutzerinteraktionen. Oft kann man hier eine Menge für sich ableiten und entscheiden, welche Strategie man bei der Kommunikation mit Nutzer verfolgt oder welche man lieber lassen sollte. Der eigene Web-Blog: Guten Content generiert man selbst am besten, wenn man einen eigenen Blog schreibt. Hier können Sie allgemeine Themen, spezielle Artikel oder eine Sammlung von Informationen verfassen und einer großen Nutzergemeinschaft bereitstellen. Die entstehenden Artikel haben aber auch noch einen weiteren Sinn, nämlich den, dass Sie diese nutzen können, um sie in den sozialen Medien zu posten und mit Ihren Nutzern zu teilen. Dadurch steigern Sie nebenbei auch die Klickzahlen Ihrer Website und erhöhen wiederum Ihre Bekanntheit im Internet.

 

Welche Portale soll ich wie oft nutzen?

 

Generell gilt, dass Sie nur so oft twittern, posten oder kommentieren sollten, wie Sie sich selbst wohl dabei fühlen. Es bringt auch nichts, wenn Sie es nur tun, um irgendwelchen Kriterien gerecht zu werden, die Sie irgendwo gelesen haben. Außerdem belegen Studien, dass „gezwungene Kommentare“ oftmals auch so wirken. Die Folge daraus könnte demnach einen negativen Touch annehmen.

Twitter:

Senden Sie zwischen drei bis sechs Tweets über Twitter. Auch hier belegen Studien, dass drei bis sechs Beiträge einen guten Durchschnitt bilden. Wenn Sie jetzt meinen das sei zu viel, bedenken Sie dabei bitte, dass pro Minute tausende Tweets über dieses Netzwerk versendet werden, in dem Ihre sechs als Zahl, sicher nicht weiter in das Gewicht fallen werden. Wen Sie aber immer erreichen, sind Ihre potenziellen Kunden.

Facebook:

Aufgrund des hohen Kommunikationsaufkommens von Facebook, werden dessen Nutzer auch schnell der ständigen Informationsflut überdrüssig. Bestraft werden Sie mit sinkenden Abonnements oder mit der Aufhebung des „Gefällt mir“ Status. Dies gilt es natürlich zu verhindern. Aber wie? Ganz einfach! Posten Sie zwischen ein bis zwei Beiträge pro Tag. Achten Sie dabei aber auf einen ausgewogenen und nutzerbezogenen Content. Er soll den Nutzer ansprechen und interessieren.

Google+:

Die Antwort von Google auf den Hype der sozialen Medien ist das Portal Google+. Doch im Gegensatz zu Facebook, Instagram und Twitter wächst es nicht so stark, wie es sich Google wahrscheinlich erhofft hatte, was eigentlich komisch ist. Denn Google generiert auch aus Beiträgen seines Netzwerkes Suchmaschinenergebnisse, in Form von Snippets. Im Umkehrschluss heißt das, dass Sie durch die Nutzung von Google+ Beiträgen Ihr Suchmaschinenranking verbessern können. Also posten Sie auch hier ein bis zwei Beiträge am Tag um einen positiven Nutzen zu generieren.

Instagram: Bei Instagram scheiden sich die Geister. Gedacht ist dieses soziale Netzwerk dazu, um mit Fotos zu interagieren und ein Produkt über die Wiedererkennung am Markt zu etablieren. Das funktioniert wahrscheinlich wunderbar mit einem Auto oder einer technischen Innovation, doch mit den nicht alltäglichen Dingen des Lebens eher nicht. Das soll heißen, während ich mit einem Auto zu meist einen „WOW“ Effekt hervorrufe, werde ich mit einem Foto von Rasendünger höchst wahrscheinlich nicht Punkten können. Somit sollten Sie zuerst einmal feststellen ob dieses Netzwerk dafür geeignet ist, um Ihre Idee zu verbreiten. Sollte es geeignet sein, posten Sie ein bis drei Fotobeiträge täglich.

LinkedIn & Xing:

Sowohl LinkedIn als auch Xing sind soziale Netzwerke die in einem unternehmerischen Kontext zu betrachten sind. Sie bieten einem Unternehmen eine Plattform, um Geschäftskontakte zu knüpfen oder tatsächlich Geschäfte anzubahnen. Der wesentliche Unterschied zu Facebook ist, dass diese Netzwerke gruppenorientiert arbeiten, das heißt einfach gesagt, dass sich Menschen mit einem beruflichen Interesse an einer Methode, Technologie oder Innovation, in einer Gruppe befinden die diesen Gegenstand diskutiert. Der Sinn dieser Netzwerke besteht also eher darin „Business-to-Business“ Beziehungen zu knüpfen statt eine „Business-to-Customer“ Bindung zu erreichen. Die auftretenden Synergieeffekte können dann Ihren beruflichen Alltag erheblich erleichtern, wenn Sie wissen wie Sie diese richtig nutzen. Auch hier ist die Faustregel ein bis zwei Beiträge innerhalb einer Gruppe zu posten. Doch beachten Sie die Zielgruppe und Reichweite Ihrer Beiträge. Ihr Anspruch an den gesendeten Content sollte also angemessen sein.

 

Wöchentliche Aktionen

 

Jede einzelne Branche hat Querdenker und Antreiber. Diese Personen sind es, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung der einzelnen Plattformen möglich machen. Sie setzen so zusagen die Akzente. Gelingt es Ihnen mit diesen Personen in Kontakt zu kommen, um Erfahrungen auszutauschen, ist das die halbe Miete. Hierfür sind die Netzwerke Xing und LinkedIn prädestiniert. Hier „tummeln“ sich zuhauf Experten der jeweiligen Fachgebiete und geben Neuerungen und Informationen weiter, die für Sie einen Vorsprung bedeuten können.

Weiterbildung ist der Schlüssel:

Profitieren Sie von der Konkurrenz oder Marketing-Partnern und machen Sie diese zu einem festen Bestandteil Ihrer Social Media Aktivitäten. Denn viele Marketing-Agenturen bieten kostenlose Webinare zu unzähligen Themen an oder geben Whitepapers heraus, die Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln sollen. Nutzen Sie das breite Angebot und bilden Sie sich kostenlos weiter. Sie werden sehen wie einfach es teilweise sein kann qualifizierte Inhalte zu finden, die Ihnen etwas bringen.

Abstimmung im Team:

Sollten Sie innerhalb einer Fanpage mit mehreren Leuten zusammenarbeiten achten Sie auf eine regelmäßige Kommunikation des Teams und koordinieren Sie Ihre Aktionen gemeinsam. Oft hilft die Sicht eines Anderen dabei, Probleme zu lösen oder neue Denkansätze mit einzubeziehen. Nutzen also Sie Synergieeffekte und profitieren Sie vom Potenzial eines jeden Einzelnen.

Social Media Analyse: Unzählige Tools auf dem Markt helfen Ihnen die Wirksamkeit einzelner Marketing Aktion zu beobachten und zu untersuchen. Die gewonnen Ergebnisse können Sie nutzen, um Ihre Social Media Strategie anzupassen. Das gibt Ihrer Kampagne den letzten Schliff und hält sie aktuell. Denn nur wenn Sie wissen auf welche Beiträge die Resonanz am höchsten ist, werden Sie neue Fans gewinnen und Ihre Marke oder Fanpage weiter etablieren.

Mitarbeiter sind das „A & O“:

Schnell und einfach Inhalte verbreiten ist in der heutigen Zeit ein schwierig zu erreichendes Ziel. Ihr Content kann noch so gut, die Bilder noch so gestochen scharf und die Texte perfekt sein. All das bringt Ihnen nichts, wenn Sie niemanden akquiriert haben, der diese Webtexte liest und an ihrer Verteilung interessiert ist. Dabei ist das größte Potenzial direkt vor Ihrer Nase. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter die geteilten Inhalte der Firma weiterzuteilen, erklären Sie ihnen den persönlichen Nutzen und schaffen Sie eine Akzeptanz bzw. das Vertrauen in Ihr Unternehmen. Sie wissen ja, Social Media Netzwerke setzen auf das Schneeballprinzip, nutzen es zu Ihrem Vorteil.

 

Monatliche Aktionen

 

Überarbeiten Ihrer Social Media Strategie:

Nachdem Sie wochentlich Ihre Social Media Kampagne analysieren, fassen Sie die Ergebnisse in einem Audit zusammen. Sie analysieren die Beitragsreichweite, Interaktionen mit den Fans oder Followern und die Resonanz von Postings und Bildbeiträgen. Ähnlich wie bei der Social Media Analyse nehmen Sie auch hier jeden verfügbaren Datensatz genauer unter die Lupe, mit dem Unterschied das Sie tiefer in die Materie eintauchen. Das erklärt auch den monatlichen Ansatz. Denn, um Ihre Strategie wirksam zu überarbeiten benötigen Sie umfassende Kenntnisse, über einen längeren Zeitraum.

Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten:

Ziemlich nützlich kann der Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten sein. Am besten geht das an IT-Stammtischen, welche sich nahezu in jeder Stadt etabliert haben. Hier verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen. Sie müssen schließen nicht Information im Internet recherchieren, manchmal reicht auch ein gepflegtes Gespräch in einer Kneipe, Bar oder dem Restaurant.

Achten Sie auf Pausen:

Die Schnelllebigkeit der Social Media Netzwerke, verlangt von uns allen immer „Up to Date“ zu sein, um den Anschluss nicht zu verpassen. Doch vergessen nicht auch mal eine Pause einzulegen. Sie werden nicht gleich jeden Trend verpassen, nur weil Sie einmal das Handy ausschalten, das Tablett weglegen oder nicht am PC sitzen.

Abteilungen integrieren: Sie müssen das alles nicht alleine als Person oder alleine als Team bearbeiten und verwalten. Binden Sie die Abteilungen Ihres Unternehmens aktiv in den Social Media Prozess mit ein. Das kann deutliche Vorteile haben. Zum einen entlasten Sie sich und Ihr Team und zum anderen können die Abteilungen näher am Kunden sein, um so ihre eigenen Ziele besser zu erreichen.

 

Quartalsaktionen

 

Messen und Vergleichen:

Einmal im Quartal sollten Sie alle Ihre Maßnahmen gegenchecken. Hier kommen dann KPIs (Key Performance Indicator)ins Spiel, die helfen das Erreichte dem Gewollten gegenüberzustellen. Die Ergebnisse sind ein Fingerzeig, was Sie zukünftig verbessern können und was gut gelaufen ist. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen, benötigen Sie wöchentlichen und monatlichen Social Media Analyse Daten.

SMARTe Ziele definieren:

Wichtig ist bei der Definition von Zielen, dass diese realistisch erreichbar sind. SMART definierte Ziele sind dabei unabdingbar. Achten Sie also darauf das jedes Ziel Spezifisch, Messbar, Akzeptiert (durch die Teammitglieder), Realistisch / Realisierbar und Terminiert sind. Haben Sie solche Ziele definiert und diese auch erreicht, sollten Sie über Anhebung dieser Ziele nachdenken. Haben Sie die Ziele nicht erreicht korrigieren Sie sie nach unten und beginnen die Messung erneut.

Frischer Wind bringt neue Ideen:

Haben Sie Ihre mehrfach erreicht oder aber auch nicht geschafft, sollten Sie einmal in Betracht ziehen neue Mitarbeiter mit frischen Ideen ins Team zu holen. Denn oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Entweder Sie probieren die Stelle intern zu besetzen oder Sie suchen sich einen Mitarbeiter zur Festeinstellung. Auch die Zeitarbeit bietet eine Möglichkeit kurzfristig eine Stelle zu besetzen. Auch bieten viele Freelancer auf diesem Gebiet, zeitweise ihre Dienste an.

 

Tools

 

HootSuite:

Koordinieren von Postings und Beiträgen zur gleichen Zeit und automatisiert. Bereiten Sie einen Beitrag vor und senden Sie diesen zeitgleich an unterschiedliche Social Media Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google+.

Facebook Insights:

Das ist ein spezielles Tool von Facebook, um die Kommunikationsrate auf Facebook zu analysieren. Wichtige Informationen wie die „Gefällt mir“ Rate, Impressionsdichte und Beitragsreichweite können hier eingesehen werden.

Klout:

Wer eine Beitragsreichweitenmessung durchführen möchte ist hier Gold richtig. Allerdings sollte der- oder diejenige beachten, dass man die Ergebnisse derzeit noch nicht genau einordnen kann. Soll heißen das man nicht einsehen kann ob es an der Qualität eines Beitrages liegt das der Index in die Höhe schnellt oder an der Quantität der Postings.

Ifttt:

Als kostenloser Alleskönner hat sich dieses Online-Tool mehr als bewehrt. Verschiedene Veröffentlichungsparameter helfen Ihnen die nötige Flexibilität beim Posten von Artikeln und Beitragen zu erhalten und durch den Automatismus können Sie auch mal eine Pause einlegen.

Das ist lediglich eine kleine Auswahl an Tools. Wenn Sie einen etwas größeren Überblick über die Social Media Tools haben möchten, schauen Sie doch mal hier vorbei:

http://www.onlinemarketing-praxis.de/social-media/kostenlose-social-media-monitoring-tools

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